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Donnerstag, 03.04.2014
Förderprogramme der Badenova: Als Ökostrom AKTIV-Kunde AKTIV Energie erzeugen
 
Sie möchten Sonnenenergie in Strom umwandeln oder Ihren selbst erzeugten Strom speichern. Oder Sie wollen eine Biomasseanlage oder eine Wasserkraftanlage selbst betreiben.
Dann machen Sie den nächsten Schritt zur Energiewende und nutzen Sie als Ökostrom AKTIV-Kunde die badenova Förderprogramme
 
 Quelle: Badenova
 

Dienstag, 28.01.2014
 
"Energiewende nicht absägen!"
 
eine lähmende Energiepolitik lässt den Ausbau der Erneuerbaren Energien schwächeln. Die vorgestellten Eckpunkte zur EEG-Novelle lassen keinesfalls die Umsetzung einer fairen und effizienten Energiewende realisieren - Atomausstieg und Klimaschutz sind gefährdet.

Machen Sie mit und unterzeichnen Sie den Appell an Sigmar Gabriel zur Rettung der Energiewende!
 


Vollbremsung der Energiewende?

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD verheißt beim Thema Energiewende nichts Gutes: Mit einer Vollbremsung beim Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien und einer weiteren Subventionierung von Kohlekraftwerken verwirft die Koalition nicht nur den Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung, sondern legt der Energiewende gleichzeitig Fußfesseln an.

Eine geplante EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch ist nicht nur juristischer Wahnsinn und stellt einen Eingriff in die Grundrechte dar, sie klingt gleichzeitig absurd - vergleichbar mit einer Besteuerung der eigenen Tomaten aus dem Garten.

Unterstützen Sie mit uns eine faire Umsetzung der dezentralen Erneuerbaren Energien. Unterzeichnen Sie hier den Appell an Sigmar Gabriel.

BSW-Solar hat inzwischen den wichtigsten politischen Entscheidungsträgern ein Positionspapier zukommen lassen.
 
Quelle: Franken Solar

 

Dienstag: 28.01.2014

Solar-Standpunkt: Regierung verzichtet auf 2 Milliarden Euro Umlagen bei Atom- und Kohlekraftwerken und will Bau von neuen Photovoltaik-Anlagen und Einsatz von Batteriespeichern bremsen

In seinem Gastkommentar nimmt Prof. Dr. Volker Quaschning (Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin) Stellung zu den Plänen der Bundesregierung, eine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch von Solarstrom zu erheben. 

Der Professor für Regenerative Energiesysteme kritisiert, dass große Atom- und Kohlekraftwerke jedoch von der neuen Eigenverbrauchsumlage gezielt ausgenommen werden sollen.

Während Photovoltaik- und Windkraftanlagen die so genannte EEG-Umlage entrichten müssen, wenn sie Strom aus dem Netz beziehen, sind Braunkohlebagger davon befreit.

Diese Subvention beläuft sich für die klimaschädlichen Braunkohle inzwischen auf geschätzte 200 Millionen Euro. Dieses Ungleichgewicht soll sogar noch deutlich ausgeweitet werden. Während Betreiber von regenerativen Anlagen künftig auch Umlagen entrichten sollen, wenn sie ihren Strom selbst verbrauchen, bleiben Atom- und Kohlekraftwerke davon weiterhin verschont. Zahlen müssen das wie immer die Stromkunden.

Viele Photovoltaik-Projekte werden erst durch Solarstrom-Eigenverbrauch rentabel

Bislang konnten alle Betreiber von Kraftwerken ihren selbst erzeugten Strom ohne jegliche Abgaben auch selbst verbrauchen. Abgaben und Umlagen wurden nur für Strom aus dem Netz fällig. Für die Errichtung neuer Photovoltaik-Anlagen ist dieses Eigenstromprivileg inzwischen von grundlegender Bedeutung. Die EEG-Vergütung für neue Photovoltaikanlagen wurde auf weniger als die Hälfte der Haushaltsstrompreise reduziert. Nur in Einzelfällen können damit noch Anlagen wirtschaftlich betrieben werden. Wird ein Teil des erzeugten Solarstroms selbst genutzt, lässt sich der Bezug von teurem Netzstrom reduzieren. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit der Anlagen und macht viele Solar-Projekte überhaupt erst rentabel.

Geplante Umlage wird Bau von neuen Photovoltaik-Anlagen und Einsatz von Batteriespeicher behindern

Genau hier setzt ein weiterer Kürzungsplan der Regierung an. Neue regenerative Anlagen sollen auf selbst verbrauchten Strom künftig 70 Prozent der EEG-Umlage zahlen. Das wären derzeit 4,4 Cent pro Kilowattstunde. Nur sehr kleine Anlagen von weniger als 8 bis 10 Kilowatt sollen davon verschont bleiben. Das dürfte die Wirtschaftlichkeit vieler Photovoltaik-Projekte zerstören oder die Planer zumindest dazu zwingen, wesentlich kleinere Anlagen zu bauen.

Viele Dächer blieben ungenutzt. In einigen Jahren müssten wir dann die für die Energiewende benötigten Photovoltaik-Kraftwerke auf Freiflächen nachrüsten. Dabei hat der Eigenverbrauch generell enorme Vorteile für die Energiewende. Die Anlagen werden genau dort gebaut, wo auch der Strom verbraucht wird. Das reduziert den Bedarf an neuen Leitungen. Und um den Eigenverbrauch zu erhöhen, werden in vielen neuen Photovoltaik-Anlagen inzwischen für die Energiewende dringend benötigte Batteriespeicher eingebaut. Auch das wird durch die geplante Umlage signifikant behindert.

Kohlendioxidabgabe könnte die Entwicklung steuern, ohne den Ausbau regenerativer Kraftwerke zu torpedieren

Ein Argument der Regierung für die Eigenverbrauchsumlage ist, dass auch viele Industriebetriebe eigene Kraftwerke errichten. Oft sind das Gas- und Kohlekraftwerke. Dadurch sparen sie ebenfalls alle Abgaben. Immer weniger Stromkunden beteiligen sich deshalb an den allgemeinen Kosten der Stromversorgung, wodurch die Energiewende für die Haushalte immer teurer wird. Um den Trend für neue umlagefreie fossile Kraftwerken zu stoppen, hat die Umlage durchaus eine Berechtigung. Eine Kohlendioxidabgabe könnte die Entwicklung aber viel wirksamer steuern, ohne den Ausbau regenerativer Kraftwerke und damit die Energiewende zu torpedieren.

Stattdessen werden auch noch große Atom- und Kohlekraftwerke von der neuen Eigenverbrauchsumlage gezielt ausgenommen. In den Planungen heißt es ausdrücklich: "Zukünftig wird im Grundsatz die gesamte Eigenstromerzeugung an der EEG-Umlage beteiligt. Nicht erfasst wird der so genannte Kraftwerkseigenverbrauch." Wenn also Bauer Müller eine 30-Kilowatt-Solaranlage auf seiner Scheune errichtet und seinen Solarstrom selbst zum Kochen oder für das Licht in der Scheune nutzt, soll er zukünftig dafür die Umlage entrichten. Die Kantine und die Beleuchtung des Atom- oder Kohlekraftwerk nebenan bleiben aber weiterhin davon verschont.

Deutsche Großkraftwerke verbrauchen rund 35 Milliarden Kilowattstunden selbst – und umlagefrei

Durch die geplante Eigenverbrauchsumlage wird somit die Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen zugunsten der Atom- und Kohlekraftwerke weiter verschlechtert. Dabei hat der Kraftwerkseigenverbrauch einen enormen Umfang. Rund 35 Milliarden Kilowattstunden werden in Deutschland von den großen Kraftwerken selbst umlagefrei verbraucht. Würde man darauf die volle EEG-Umlage von 6,24 Cent pro Kilowattstunde erheben, ließen sich über 2 Milliarden Euro erlösen. Dieser Betrag könnte direkt zur Reduktion der EEG-Umlage genutzt werden. Diese ließe sich dadurch um gut 0,5 Cent pro Kilowattstunde senken. Damit würde ein Durchschnittshaushalt bei einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden pro Jahr immerhin um 18 Euro entlastet.

Umlage auf Solarstrom wird Strompreise nicht senken

Dass die Umlage auf Solarstrom wenig bringen wird, hat die Regierung bereits selbst erkannt. Energie- und Wirtschaftsminister Minister Gabriel hatte schon angekündigt, dass er mit seinen Planungen für die Korrektur des Erneuerbare- Energien-Gesetzte (EEG) keine sinkenden Strompreise erwartet.

Bleibt die Frage, warum die Regierung nicht einmal drüber nachdenkt, eine Umlage auf den Eigenverbrauch von Atom- und Kohlekraftwerken zu erheben, um damit eine wirkliche Entlastung der Stromkunden zu erreichen.

Das zeigt deutlich, dass die Regierung nicht wirklich an einer Entlastung der Stromkunden interessiert ist. Es geht viel mehr darum, die Atom- und Kohlekraftwerke der großen Energiekonzerne gegen die regenerative Konkurrenz zu schützen. Dafür ist inzwischen auch jede noch so absurde Maßnahme recht. Möglicherweise sollen damit sogar die Weichen für eine erneute Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken gestellt werden. Warum sich die SPD derart für die großen Energiekonzerne ins Zeug legt, bleibt schleierhaft. Ihr Engagement gleicht dem Einsatz der FDP für die Hoteliers zu Beginn der letzten Regierungsamtszeit. Und wo sich die FDP heute befindet, wissen wir alle.

Quelle: Volker Quaschning


 
 
 
Montag, 23.12.2013
 
Ökostrom-Verbrauch steigt
 
Ein Viertel des deutschen Stroms ist schon grün!
 
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dpa / Michael Reiche l Windenergie in Thüringen.

 

Trotz wenig Sonnenschein und schwachem Wind hat Ökostrom in diesem Jahr einen Anteil von fast einem Viertel am Gesamtverbrauch erreicht. Mittlerweile stammten 24,7 Prozent und damit gut ein Prozentpunkt mehr als 2012 aus Wind, Wasser oder Sonne.

Diese zahlen teilte am Montag die Denkfabrik "Agora Energiewende" unter Berufung auf Daten der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" mit. Haupttreiber seien Biogas- und Solarkraftwerke gewesen. Der Stromverbrauch insgesamt ging danach im dritten Jahr in Folge zurück, diesmal um knapp zwei Prozent. Die Produktion von Elektrizität blieb dagegen stabil, da der Export von Strom weiter stieg und ein neues Rekordhoch erreichte. "Agora" zufolge produzierten vor allem Kohlekraftwerke für die Ausfuhr. Daher sei die Stromerzeugung trotz des Ökostrom-Wachstums nicht klimafreundlicher geworden.

Quelle: Focus Online

 


 

Donnerstag, 05.12.2013

Der Koalitionsvertrag: Was bedeutet das für die Solarbranche?

Während in der Vergangenheit die Solarstromförderung stark beschnitten wurde und die Zubauzahlen an Solarstromanlagen entsprechend rückläufig waren, liegen wir mittlerweile nahe an dem Ausbaukorridor, der in der letzten Novellierung des EEG festgehalten wurde. Damit hat sich die geltende Regelung aus Sicht der Politik  (u.a. atmender Deckel, Obergrenze) bewährt.

Was passiert nun im Einzelnen?

  • Die Koalition vereinbart einen Ausbaukorridor für erneuerbare Energien und strebt dabei einen Ökostromanteil von 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025 und von 55 bis 60 Prozent bis zum Jahr 2035 an.
  • Am aktuellen Ausbaukorridor der Photovoltaik von jährlich 2,5 bis 3,5 Gigawatt will Schwarz-Rot offensichtlich festhalten.
  • Geplant ist zudem eine EEG-Umlage auf selbst genutzten Solarstrom. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass Bagatellgrenzen eingeführt werden, um Anlagenbetreiber von kleineren Anlagen komplizierte Abrechnungsverfahren zu ersparen und unnötige Kosten zu verhindern.

Den gesamten Koalitionsvertrag finden Sie hier! Insgesamt gehen wir damit von stabilen Rahmenbedingungen aus, die uns im kommenden Jahr in der Solarbranche erwarten.

Quelle: BaWa re. 


 

Presseinformation 28/13 vom 14. November 2013

Was kostet die Umwandlung von erneuerbaren Energien in Strom?

Studie vergleicht die Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE liefert einen aktuellen Kostenvergleich für die Umwandlung unterschiedlicher Energieformen in elektrischen Strom sowie eine Prognose für die weitere Kostenentwicklung bis zum Jahr 2030. Die Freiburger Wissenschaftler analysieren sowohl die Stromgestehungskosten für erneuerbare als auch konventionelle Energietechnologien. Sie präsentieren Vergleichszahlen für neue Kraftwerke auf Basis von Sonne, Wind und Biogas, sowie Braun-, Steinkohle und Gas in Deutschland. Die Studie zeigt: Die Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren stark gefallen und haben den Anschluss an die Kosten der konventionellen Stromerzeugungstechnologien erreicht. Bis zum Jahr 2030 werden die Kosten für Strom aus PV- und Windanlagen in Deutschland sogar unter denen fossiler Kraftwerke liegen. 

Lernkurvenbasierte Prognose von Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien und konventioneller Kraftwerken in Deutschland bis 2030. Quelle: Studie »Stromgestehungskosten erneuerbare Energien« (Fraunhofer ISE, November 2013), Grafik: ©Fraunhofer ISE

 Lernkurvenbasierte Prognose von Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien und konventioneller Kraftwerken in Deutschland bis 2030. Quelle: Studie »Stromgestehungskosten erneuerbare Energien« (Fraunhofer ISE, November 2013), Grafik: ©Fraunhofer ISE

Erneuerbare und konventionelle Energien im Vergleich

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysierten Photovoltaikanlagen an Standorten in Deutschland mit einer horizontalen Globalstrahlung zwischen 1000 und 1200 kWh/(m²a). Ihr Fazit: Kosteneffiziente PV-Freiflächenanlagen, die 2013 in Süddeutschland errichtet werden, können Stromgestehungskosten von rund 0,08 Euro/kWh erzielen. Selbst kleine PV-Aufdachanlagen in Norddeutschland können Strom heute für unter 0,14 Euro/kWh produzieren und liegen damit weit unter dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 0,29 Euro/kWh.

Für Windenergieanlagen zeigte sich: An sehr guten Standorten produzieren Onshore-Windenergieanlagen zu geringeren Kosten Strom als Steinkohle- oder Gas- und Dampfkraftwerke. Die Stromgestehungskosten für Onshore-Windenergie liegen heute zwischen 0,05 und 0,11 Euro/kWh. Dagegen verzeichnen Offshore-Windenergieanlagen trotz höherer Volllaststundenzahl mit 0,12 bis 0,19 Euro/kWh deutlich höhere Stromgestehungskosten. Bei der Offshore-Technologie besteht jedoch noch erhebliches Kosten-senkungspotenzial, während dieses bei Onshore-Windenergieanlagen nahezu ausgereizt ist. Biogas-Anlagen kommen abhängig von Auslastung und Brennstoffart auf 0,14 bis 0,22 Euro/kWh. 

»Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren und konventionellen Energien sind nicht die Herstellungskosten allein, sondern auch vor- und nachgelagerte Kosten«, sagt Christoph Kost, Projektleiter am Fraunhofer ISE. »Natürliche Rahmenbedingungen wie Sonneneinstrahlung und Windangebot, Finanzierungskosten und Risikoaufschläge für neue Kraftwerke haben erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse. Nur mit ihrer Berücksichtigung können wir die Stromgestehungskosten einzelner Technologien wirklich miteinander vergleichen und die Konkurrenzfähigkeit der erneuerbaren Energien überzeugend veranschaulichen.« 

Als Referenzwerte zieht die Studie die Stromgestehungskosten von neuen konventionellen Braun-, Steinkohle- und Erdgaskraftwerken heran. Abhängig von den angenommenen Volllaststunden, Brennstoff- und CO2-Zertifikatspreisen liegen die Stromgestehungskosten von Braunkohle aktuell bei bis zu 0,053 Euro/kWh, von Steinkohle bei bis zu 0,080 Euro/kWh und von Gas- und Dampfkraftwerken (GuD) bei bis zu 0,098 Euro/kWh.

Photovoltaik und Wind: Ausblick und Prognose 2030
Nach Auswertung und Vergleich aller Daten geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer ISE folgenden Ausblick: »Bis 2030 werden die Stromgestehungskosten für Photovoltaik auf 0,06 bis 0,09 Euro/kWh sinken. Damit können selbst kleine dachinstallierte PV-Anlagen mit Onshore-Wind und den gestiegenen Stromgestehungskosten von Braunkohle-, Steinkohle- und GuD-Kraftwerken konkurrieren«, so Prof. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE. Onshore-Windenergieanlagen werden ihre Stromgestehungskosten gegenüber konventionellen Kraftwerken ebenfalls reduzieren und spätestens 2020 mit Braunkohle vergleichbar sein, da die Volllaststunden der konventionellen Kraftwerke im Zuge der Energiewende absinken werden und die CO2-Zertifikatspreise ansteigen könnten. Im Vergleich der erneuerbaren Energien untereinander zeigt sich, dass die Kosten von PV und Onshore-Windanlagen zukünftig auf dem gleichen Level deutlich unter 0,10 Euro/kWh liegen. Das Rennen um die Kostenführerschaft werden diese beiden Technologien damit klar gewinnen. Offshore-Windanlagen haben zwar höhere Kosten, aber gleichzeitig den Vorteil höherer Vollaststunden. Den höheren Kosten bei Biomasseanlagen steht ihre Regelbarkeit gegenüber.

Quelle: Fraunhofer ISE


 
 
 
Dienstag 17.09.2013
 
In der Resolution (2012/2930(RSP)) stellt das EU-Parlament fest, dass sich Energieflüsse und damit verbundene Verluste vermeiden lassen, sofern die in Kleinstanlagen (z.B. Photovoltaik) erzeugte Energie unverzüglich und vor Ort verbraucht wird.

 

Vorteile der Mikro-Stromerzeugung zu wenig bekannt

Diese und andere Vorteile der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab seien jedoch zu wenig bekannt: Daher fordert die Kommission die Mitgliedsstaaten auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Lösungen zur Stromerzeugung im kleinsten Maßstab und bewährte Verfahren auf diesem Gebiet stärker bekannt zu machen.

Photovoltaik-Unternehmen Sun Invention erwartet Rückenwind für dezentrale Energiewende aus Straßburg

Damit fordere das EU-Parlament nicht nur die EU-Kommission zum Handeln auf, sondern auch die deutsche Bundesregierung, die bereits beschlossenen Ziele der EU im Bereich der dezentralen Energieversorgung und des Klimaschutzes umzusetzen, kommentiert Toralf Nitsch, Verantwortlicher für das operative Geschäfts des Photovoltaik-Unternehmens Sun Invention Ltd.(London).

 Wir sind froh über die Unterstützung des EU-Parlaments, weil wir dadurch die Bestätigung erhalten haben, nicht von unserer Zielrichtung einer dezentralen, bürgernahen Energiewende abzurücken. Wir spüren Rückenwind.“

Sun Invention habe mit „Plug & Save“eine dezentrale Technologie zur Stromerzeugung im kleinsten Maßstab auf den Markt gebracht, die sehr einfach (u.a. am Balkon von Miets- und Eigentumswohnungen oder Wohnhäusern) angebracht und betrieben werden könne. Sun Invention bezeichnet dies als „Energiewende für Jedermann“.

Die wesentlichen Maßnahmen im Überblick:

  • Das EU-Parlament fordert die EU-Kommission auf, die potenziellen Kapazitäten der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab umfassend zu bewerten und die bewährten Verfahren in der EU sowie möglichen Auswirkungen einer flächendeckenden Einführung der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab auf den europäischen Energiebinnenmarkt und die Infrastruktur zu untersuchen.
  • Das EU-Parlament fordert die Kommission und die Mitgliedsstaaten auf, sicherzustellen, dass die Stromerzeugung in kleinstem Maßstab ab dem Zeitraum 2014-2020 im Rahmen von EU-Fonds, einschließlich der Strukturfonds, förderungsfähig wird.
  • Das EU-Parlament fordert, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsmittel in die Stromerzeugung in kleinstem Maßstab zu investieren, um geeignete technische Lösungen und Anlagen zu entwickeln.
  • Das EU-Parlament beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat, der Kommission und den Regierungen und Parlamenten der Mitgliedstaaten zu übermitteln.

Die gesamte Resolution ist im Internet zugänglich unter

http://www.europarl.europa.eu

Quelle: Sun Invention

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